So Teile aus meinem bisherigen Tagebuch. Damit man ein wenig die Vorgeschichte kennt. Ich werd' das hier irgendwann mal vervolständigen...

7.3.10

"Was wäre wenn ich einfach geh'
Was, was wäre wenn ich meine sieben Sachen pack'
Und verlasse diese Stadt
Alle meine Zelte brech ich ab
Verkaufe was ich hab
Und das Einzige was bleibt
Ist ein Zettel auf den ich schreib

Ich bin weg
Weg, weg für immer"

 Silbermond-Weg für Immer

Das frag' ich mich in letzter Zeit wirklich. Was wäre wenn ich geh'? Würd' mich wer vermissen? Wär' jemand traurig. Aber ich denke, ich weiß die Antworten.
Nein, wären sie nicht. Das stimmt nicht werdet ihr jetzt denken. Jeder wird von irgendwem vermisst. Und das stimmt auch wieder.
Aber sie würden mich nur kurz vermissen. Sie würden mit etwas Traurigkeit an mich denken. Aber sie würden keinen richtigen Schmerz spüren. So doll würde mich niemand vermissen. Ich wäre spätestens nach 4 Wochen vergessen. Als ob es mich nicht gegeben hätte. Ein-, zweimal im Jahr würden sie an mich zurückdenken und sich fragen "Wieso?" doch das ist kein Vermissen, oder?
Vermissen ist jemanden so schmerzlich zu vermissen das man pausenlos an ihn denkt. Das man jedesmal beim Gedanken an die Person einen Schmerz verspürt der den Rest der Welt auszulöschen scheint. So wie ich es gespürt habe als meine Mutter gestorben ist. Ich konnte nicht mehr atmen ohne sie. Verständlich, mit sechs Jahren. Da ist man ja noch ziemlich abhängig von seinen beschissenen Eltern. Auch dieses Vermissen lässt irgendwann nach und es schmerzt nicht mehr so doll. Es ist nur noch wie ein Nadelstich und kein allesverschlingender Schmerz mehr. Aber der Schmerz bleibt. Und die Erinnerung. Die Erinnerung an gute, wie an schlechte Zeiten. Und durch die Erinnerung lebt der Mensch in den Gedanken weiter. Also was wär' so schlimm wenn ich einfach geh'?
Nichts. Es wäre nicht schlimm. Denke ich. Ich bin doch niemandem wichtig, oder?! Bin ich das? Ich weiß es nicht.
Ich zweifel' im Moment so oft an mir selbst. Ich weiß selbst nicht mehr wer ich bin und was ich denke. Dieser Selbsthass und die Selbstzweifel fressen mich auf. Ich sitz' in 'nem tiefen Loch und komm' nicht raus. Argh. Ich könnte Hilfe haben. Ich müsste nur fragen. Nur meine Hand ausstrecken. Aber ich kann nicht. Sie sollen sich keine Sorgen machen. Aber sie sollen doch. Ich weiß es auch nicht.

Ich weiß auch gar nicht wie ich auf so düstere Gedanken komm'. Heut war eigentlich ein guter Tag. Eigentlich. Ganzen Tag im Stall gewesen. Treffen der RB's von den Schulpferden gehabt. Da meine RL nach Kanada geht. Wir haben ihr nen Kuchen geschnekt mit ihrem Pferd draufgemalt etc. Sie hat sich total gefreut. Und bald ist sie weg. Argh. Noch sowas dummes. Dann kam ich nach Haus und, puff, Laune im Keller.
Und heute Abend dann der Absturz. Hab' mich exztrem geschnitten. Das ganze Bad war voller Blut. Erst da habe ich auch realisiert was ich gemacht hab. Das das alles mein Blut war. Ich hätte heulen können. Hab' ich aber nicht. Imemrhin meine Selbstdisziplin funktioniert noch. Wenigstens etwas. Aber ich muss zugeben der Schmerz hat gut getan. Ich bin glaub' ich weiter vom Punkt aufhören zu wollen entfernt, als eh und je. Naja. Ich komm' einfach aus diesem verfickten Tief nicht raus und es frisst mich innerlich auf.

4.3.10

Argh. Scheißtag. Arsch, Arsch, Pimmel. Wirklich.

Gestern mit meiner netten Kalsse auf der CeBIT gewesen. Den ganzen Tag allein rumgestanden. Als ob sie mich nicht sehen könnten. Und sobald sie in meine Nähe kommen verseucht werden. Wie ein giftiges Stück Scheiße. Womit habe ich das verdient? Und meine Lehrer schauen schön weg. Nein, so ist es richtig, geht nicht zu der Asozialen die keine richtige Familie hat. Das ist ja echt eklig das hier jemand ist der kein perfektes-Sonnenscheinkind-vorzeige-Leben hat. Nur einmal ist mein Leher aufmerksam geworden und hat gefragt warum ich so traurig gucke. Schwierig vorzustellen. Als ob er nicht alles sehen würde. Das Ignorieren, die Beleidungen, das Schubsen, die Schläge, die blauen Flecken. Aber sie wollen es nicht sehen. Es passt nicht in ihr schönes Bild vond er Welt. Die Welt wo's jedem gut geht und sie nichts machen müssen aber fett Geld bekommen. Menschen können so grausam sein.

Und morgen während der Schulzeit zum Psychologen. Na wunderbar. Meine Oma hat meine Lehrerin angerufen und ihr gesagt ich geh zum Psychologen. Echt geil. Ich möchte gar nicht wissen was mich da morgen erwartet.

Mit S. immernoch zerstritten. Ich glaub auch nicht das es nochmal was wird. Ich hab's kapuut gemacht. Wieder mal ein Beweis das man niemandem vertrauen solte. Die meisten Menschen haben's nicht verdient oder können damit nicht umgehen. Nur weil sie von meinen Problemen weiß ist die Freundschft den Bach runtergegangen.

Ich mache einfach zu viele Fehler. Meine Leben ist scheiße und ich bin selbst Schuld daran. Ich hätte viele Probleme verhindern können. Menschen die ich Liebe wären noch am Leben, würde es mich nicht geben, oder wäre ich anders geworden. Ich sollte nicht immer so rumheulen. Und ich sollte mit meinen Problemen klarkommen. Ich müsste. Andere Menschen haben es genauso schwer aber nein ich schneid' mir die Arme auf, hab fast 7kg Untergweicht, schlaf' seit Ewigkieten nicht mehr gescheit und heul' ständig meine Freunde voll. Ich sollte klar kommen. Sollte was ändern. Aber so wie es jetzt ist mach ich alles nur noch schlimmer, für mich und für alle anderen auch. 2 Menschen würden mir für diese Sätze Arschkirmes verpassen ud ich hät's verdient. Ich hasse mich und das hasse ich. Teufelskreis. Argh.
Ich will hier einfach nur noch raus. Egal wie. Einfach weg. Jetzt ist auch meien RL bald noch weg und die Sache mit meinem eigenen Pferd verschiebt sich noch ewig. Und es gibt jetzt schon drunter und drüber mit den RB's. Auch wenn ich heut wenigstens im Stall kurz Spaß hatte...Einziger Fluchtort im Moment.Woanderhin kann ich nciht. Ich will auch nciht das sich irgendwer Sorgen macht. Hmpf. ich sollte wenigstens Hilfe annhemen können aber noch nicht mal das schaffe ich im Moment. Ich schliddere auf ein großes, schwarzes Loch zu. Ich seh' es doch ich kann nichts dagegen tun. ich werde wieder dariun versinken und nicht aus eigener Kraft hinaus kommen. Und alles ist meine Schuld...

 2.2.10

Zu viele Gedanken und Worte in meinem Kopf. Zu viel Wirrwarr und keine Ahnung wie ich es in Worte fassen soll.
Heute ist nicht mein Tag. Genauso wenig wie gestern oder vorgestern. Nicht meine Woche, nicht mein Monat, nicht mein Jahr. Nicht mal mein verficktes Leben.